12.04.12

Mittel aller dinge.

Ich habe mich schon immer für die Politik interessiert. Allerdings konnte ich mich mit keiner der bestehende Parteien identifizieren. Als junger Mann hatte ich, wenn es um die Politik ging, das Gefühl der Ohnmacht. Man wird zwar alle Jahre wieder von den Politikern angesprochen: Man solle sie wählen, weil... Jedoch geschah nach den Wahlen wieder nichts und die Versprechen der Politiker wurden wieder schnell vergessen. Ich habe damals die Entstehung der Piratenpartei verfolgt, da mich ihre Ziele persönlich ansprachen. Dennoch hat es lange gebraucht, bis ich dazu kam, politisch aktiv zu werden. Die Wende kam, bei mir, nach der Europawahl 2009, bei der ich mich bewusst und aktiv mit dem Programm der Piraten auseinandergesetzt habe. Nach dieser Wahl fand ich die Piraten in der Nähe, desweiteren bin ich auch ein Mitbegründer des Mindener Stammtisches der Piratenpartei im Jahr 2009.

Wieso ich jetzt in der Politik bin? Die alteingesessenen Parteien machen eine Politik, die meine Bedürfnisse als Bürger nicht beachtet. Ich finde, dass sich die Politik immer weiter von den Grundsätzen, die in unseren Grundgesetz festgeschrieben sind, entfernt. Die Bürger haben dieses Land gegründet und der Staat muss für diese Bürger auch da sein. Dies ist in letzter Zeit wenig spürbar. Der Staat vertraut seinen eigenen Bürgern nicht mehr. Insofern wird dies besonders deutlich, wenn der Staat gerade diese die mit Trojanern ausspioniert oder über jeden 
Informationen auf “Vorrat” sammeln möchte. In den letzten Monaten habe ich mich besonders intensiv mit ACTA beschäftigt. Wenn ich da mit ansehen muss, wie der Internetbürger gleich zum Verbrecher abgestempelt wird, nur weil in der Googlesuche mp3 eingeben wurde, dann muss ich schon sagen: STOP! Wir leben in einem Rechtsstaat und keiner ist ein Verbrecher, so lange nicht von einem Richter feststellt wurde! So geht es wirklich nicht.

Wir sind mündige Bürger dieses Landes und wir arbeiten jeden Tag für diesen Staat. Wir wissen auch was für diesen Staat gut ist, dann soll der Staat auch für uns da sein, wenn wir ihn brauchen! Der Staat muss sich daher den Bürgern gegenüber öffnen und ihnen auch vertrauen. Das Halten an alten und überholten Prinzipien ist nicht mehr möglich. Ich frage mich in diesem Zusammenhang immer wieder, wieso eigentlich der Bundespräsident nicht von Bürgern gewählt wird? Heutzutage gibt es dafür keine logische Erklärung. Es kann nicht sein, dass der Bundespräsident nach der Parteizugehörigkeit gewählt wird und nicht weil er für unser Land etwas machen kann und dies will.

Weiter beklagt die Politik oft Mangel an qualifizierten Fachkräften. Es fehlen Ärzte, Lehrer, Ingenieure, gleichzeitig wird über Änderungen beim Bafög und den Studiengebühren diskutiert. Ich bin Student und ich merke es an meinen Kommilitonen, dass sie für ihr wissen hart arbeiten müssen. Noch härter müssen allerdings viele arbeiten, wenn sie auch noch nebenbei jobben müssen, um ihr leben zu finanzieren. Sie müssen dann länger studieren und viele geben auf, weil sie diese Belastung nicht mehr aushalten. Unser Land hat viele kluge Köpfe, aber diese Köpfe brauchen ihre Chance. Diese sollte nichts mit dem väterlichen Geldbeutel zu tun haben. Unser Land war schon immer ein Vorreiter in Sache der Technologie. Die Welt bewunderte die deutsche Technik. Wo sind wir jetzt? Weit hinter China! Wir müssen was für die Bildung tun damit wir wieder nach vorne kommen.

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